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24. Mai 2022

Neue Formen der Gesundheitsversorgung

Startschuss für neun BMBF-Projekte der BMBF-Förderlinie „Hybride Interaktionssysteme zur Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituationen“

Im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Hybride Interaktionssysteme zur Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituation“ beschäftigen sich die neun geförderten Projekte mit hybriden Interaktionssystemen im Gesundheitsbereich und damit, wie diese Systeme besser auf die Bedürfnisse der Patient*innen zugeschnitten werden können. Im Mittelpunkt stehen somit Co-Creation und Partizipation zur Einbindung sämtlicher Stakeholdergruppen. Zur Förderung dieses Ansatzes steht das Begleitforschungsprojekt CoCre-HIT („Co-Creation und nachhaltige Partizipation in der Entwicklung hybrider Gesundheits-IT“), mit dem Ziel ein theoretisch konzeptionelles Rahmenwerk für den Einsatz co-creativer Methoden zu erstellen, zur Verfügung. Entsprechend besteht die Aufgabe des Begleitforschungsprojektes unter anderem darin, Beratungs- und Vernetzungsmöglichkeiten für die acht Verbundprojekte bereitzustellen. So organisierte das interdisziplinäre Konsortium von CoCre-HIT das vergangene virtuelle BMBF-Auftakttreffen „Hybride Systeme“, an welchem rund 100 Vertreter*innen der neun geförderten Projekte teilnahmen.

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23. Mai 2022

Online-Vorstellung des iDESkmu DMS-Musterarbeitsplatzes am 02.06.2022

Das Projekt iDESkmu („inklusive Dokumentenmanagementsysteme und Enterprise Content Managementsysteme in kleinen und mittleren Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden der Selbsthilfe“) wird am 02.06.2022 ab 10:00 Uhr beim Berufsbildungswerk (BBW) des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Soest den DMS-Musterarbeitsplatz online präsentieren.

Im Projekt „iDESkmu“ erforscht und erprobt seit 2019 verschiedene Ansätze zur Erhaltung und Schaffung barrierefreier IT Arbeitsplätze mit Fokus auf blinde und sehbehinderte Menschen und Dokumenten-Management-Systeme.

Im Konsortium übernimmt die Universität Siegen, Lehrstuhl „Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT für die alternde Gesellschaft“ um Frau (Vertr.) Prof’in Dr. Claudia Müller, unter anderem die Praxisforschung, bestehend aus Anforderungsanalysen, partizipativen Design- und Konzeptionsmethoden sowie die Evaluation der Ergebnisse und deren Nachhaltigkeit.

Der DMS-Musterarbeitsplatz ist ein Outcome aus dem noch bis August 2022 laufenden Projekt.

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4. März 2022

Roboter Anwendungen für die Pflege

Die Universität Siegen war „virtuelle“ Gastgeberin eines Forschungssymposiums für über 300 Fachpersonen aus Wissenschaft und Praxis.

Wie weit ist die Robotik-Forschung für die Pflege in Deutschland? Welche Aspekte gilt es zu beachten, um Robotik-Forschung in die Handlungsfelder der Pflege einzubringen, damit sie Menschen sinnvoll unterstützen? Von gängigen Vorstellungen über Roboter, die aus Film und Fernsehen geprägt sind – beispielsweise als Arnold Schwarzeneggers Terminator – ist die aktuelle Forschung für solch sensible Bereiche wie die Pflege und Unterstützung im Gesundheitsbereich weit entfernt. Auf dem Vernetzungs-Symposium „Gestaltung robotischer Systeme für die Pflege im Kontext“, das von der Gruppe von Prof. Dr. Claudia Müller an der Universität Siegen online organisiert wurde, präsentierten zehn durch das Bundesforschungsministerium geförderte Verbundprojekte ihren aktuellen Stand der Forschung. Die Forschungsarbeiten der Verbundprojekte richten sich auf ganz unterschiedliche Anwendungsbereiche der gesundheitlichen Versorgung in der häuslichen und stationären Alten- und Krankenpflege sowie im Krankenhaus. Am Symposium nahmen über 300 Fachpersonen aus Wissenschaft und Praxis teil.

Die entwickelten Roboter-Systeme haben sehr unterschiedliche Gestaltungsformen. Diese erstrecken sich von der interaktiven Puppe, die Menschen mit Demenz im eigenen Zuhause Informationen zur Orientierung („Welches Datum ist heute? Habe ich heute einen Termin?)“ und zur Aktivierung bietet („Wollen wir ein Lied singen?“) über Service-Robotik, die beispielsweise die Form von selbstfahrenden Nachttischen haben, welche auf Aufforderung Getränke zum Patientenbett bringen bis hin zum intelligenten Pflegebett, das die PhysiotherapeutInnen und Intensivpflegekräfte in der Frühmobilisation von IntensivpatientInnen anleitet und dabei physisch entlastet.Alle Projekte haben die Hälfte ihres dreijährigen Förderzeitraums erreicht und konnten entsprechend bereits erste Ergebnisse der Evaluationen mit ihren Partnerorganisationen aus der Praxis – Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Anbietern häuslicher Pflege – vorweisen.

Das besondere an der Förderlinie „Robotische Systeme für die Pflege“ ist, „dass die Sichtweisen und Anforderungen von Pflegearbeit im Zentrum stehen und dass eben mit der Praxis für die Praxis entwickelt wird“, betonte Katrin Nostadt aus dem Referat „Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung anlässlich des Vernetzungs-Symposiums. Interessante technische Ideen dürften nicht einfach einem Praxisfeld übergestülpt werden. Nur wenn das Leitbild guter pflegerischer Versorgung als Orientierungsmaßstab gilt, wird es gelingen, dass Robotertechnologie einen echten Beitrag leisten kann für die Lebens- und Versorgungsqualität der Betroffenen und für die Arbeitsqualität der Beschäftigten.Die Veranstaltung hat deswegen auch den Fokus auf das „Gestalten von IT-Systemen im Kontext der Praxis“ gerichtet. Die Projektvorträge wurden jeweils durch eine Keynote von internationalen FachwissenschaftlerInnen eingeführt. Themenfelder waren: „Robotische Systeme in Sorgenden Gemeinschaften“ (Prof. Dr. Naonori Kodate, University College Dublin und Universität Hokkaido), „Werte-Orientierung in der Robotik-Forschung“ (Dr. Astrid Weiss, TU Wien) und Co-Design und interdisziplinäre Arbeit (Prof. Dr. Kirsten Thommes, Universität Paderborn).

Das Begleitprojekt BeBeRobot unter der Leitung des Osnabrücker Pflegewissenschafts-Professors Dr. Manfred Hülsken-Giesler, in welchem Teilprojektleiterin Prof. Claudia Müller und Projektkoordinator Richard Paluch M.A. sozio-Informatische Forschungsperspektiven einbringen, hat u.a. die Aufgabe, Lern- und Vernetzungsräume für die ProjektpartnerInnen der zehn Verbundprojekte einzurichten und drei große Vernetzungssymposien anzubieten, die für die interessierte Fachöffentlichkeit geöffnet werden. Das erste Fachsymposium wurde 2020 in Osnabrück ausgerichtet und hat die Perspektiven der Pflegewissenschaft und -praxis ins Zentrum gestellt. Das Siegener Fachsymposium hat daran mit Perspektiven der nutzer- und kontext-gerechten IT-Gestaltung angeschlossen. Das dritte Symposium wird der Oldenburger Partner OFFIS zu technischen Fragen der Robotik-Gestaltung Ende dieses Jahres ausrichten.Die hohe Teilnehmendenzahl zeigt, wie brennend das Thema des sinnvollen Technikeinsatzes im Pflegebereich sowohl die Wissenschaft, aber auch besonders die Praxis interessiert.

Mitschnitte des Fachsymposiums und weitere Informationen können in Kürze auf der Webseite des Begleitprojekts BeBeRobot abgerufen werden: https://www.pflege-und-robotik.de/fachsymposium-2022/

Kontakt:
Vertr.-Prof. Dr. Claudia Müller
Wirtschaftsinformatik, insb. IT für die alternde Gesellschaft
Institut für Wirtschaftsinformatik
Universität Siegen
claudia.mueller@uni-siegen.de

27. Januar 2022

Vernetzungssymposium der Förderlinie „Robotische Systeme für die Pflege“

Die Universität Siegen veranstaltet im neuen Jahr das zweite Vernetzungssymposium der Förderlinie mit besonderem Fokus auf zukunftsweisende Themen wie „Robotik in sorgenden Gemeinschaften“, „Werteorientierung“ sowie „Designparadigmen“. Gleichzeitig soll genügend Raum für die Präsentationen, Vernetzungsaktivitäten und Diskussionen der Beteiligten der Verbundprojekte zur Verfügung stehen. Pandemiebedingt wird auch diese Veranstaltung digitalgestützt vom 10.02.2022 bis 11.02.2022 stattfinden. In Vorträgen, Fachgesprächen und Workshops gehen wir in den interdisziplinären, projektübergreifenden Austausch. Vor allem die Berichte zu den Projektzwischenständen, welche die entwickelte Robotik der Verbundprojekte im praktischen pflegerischen Einsatz zeigen wird, erwarten wir mit großem Interesse. Ebenso wie im letzten Jahr wird es ein Doktorandenkolloquium geben.

10.02.2022, 9:00 Uhr – ca. 14:00 Uhr: Keynotes und Projektpräsentationen der Verbundprojekte der Förderlinie (offene Veranstaltung für interessiertes Fachpublikum).

10.02.2022, 15:00 Uhr – 18:00 Uhr: Internes Doktorandenkolloquium.

11.02.2022, 9:00 Uhr – 13:00 Uhr: Interaktive Workshops & Vernetzung (interne Veranstaltung der Verbundprojekte und des Begleitprojekts).

Detaillierte Informationen zum Programm finden Sie hier und auch die Einladung zum Symposium. Eine Anmeldung ist über diesen Link möglich.

27. Januar 2022

Stellenausschreibung SHK/WHB am Lehrstuhl „Wirtschaftsinformatik, insb. IT für die alternde Gesellschaft“, Vertr.-Prof. Dr. Claudia Müller

Die Forschungsgruppen „Wirtschaftsinformatik, insb. IT für die alternde Gesellschaft“, Vertr.-Prof. Dr. Claudia Müller bietet eine SHK/WHB Stelle für das Projekt CoCre-HIT an.

Das Ziel des Begleitforschungsprojekts CoCre-HIT ist es, einen Standard für Beteiligungsformate / Partizipation, insbesondere für die Entwicklung hybrider IT-Systeme für den Gesundheitsbereich, zu definieren. Dazu begleitet, berät, vernetzt und analysiert CoCre-HIT acht weitere Forschungsprojekte, um so Rückschlüsse auf Beteiligungsformate ziehen zu können.

Wir suchen

Für die Unterstützung der Forschungsarbeit, besonders Literaturrecherche, Datenerhebung und -analyse, eine

Studentische Hilfskraft / Wissenschaftliche Hilfskraft mit BA-Abschluss (w/m/d) mit 8 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit.

Ihre Aufgaben

  • Mithilfe bei der Literaturrecherche
  • Mithilfe bei qualitativer Datensammlung und -auswertung
  • Aktive Mitarbeit bei Veröffentlichungen
  • Organisation und Betreuung von Feldarbeit
  • Einbringen und Umsetzung eigener Ideen
  • Eigenständiges und verantwortungsvolles Arbeiten

Ihr Profil

  • Eingeschriebene/r Student/in an der Universität Siegen
  • Sehr gute Kenntnisse qualitativer Methoden
  • Kenntnisse und/oder Interesse an partizipativen Methoden und Sozioinformatik
  • Eigene Erfahrungen mit der Auswertung von qualitativen, empirischen Daten
  • Hohe Nutzerorientierung
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau und gutes Englisch
  • Kreativität, Eigeninitiative, selbständiger Arbeitsstil und Zuverlässigkeit
  • Hohes Maß an Teamfähigkeit

Die Arbeit kann aus dem Home Office erfolgen mit Anwesenheit bei Präsenzterminen an der Uni.

Kontakt

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung per E-Mail mit aussagekräftigen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse etc.) bis zum 31.03.2022 an

Tim Weiler

Raum: US-E 116 (Campus Unteres Schloss)
Telefon: 0271 740 – 4640
E-Mail: tim.weiler@uni-siegen.de

3. Dezember 2021

Ankündigung: 3. Tag der Inklusion an der Universität Siegen mit Beteiligung des Lehrstuhls „Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT für die alternde Gesellschaft“

Am 7. Dezember 2021 veranstaltet das Servicebüro Inklusive Universität Siegen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum zur Förderung der Hochschullehre in Anlehnung an den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, der von den Vereinten Nationen als Gedenktag ausgerufen wurde, einen Projekttag zum Thema Inklusion.

Thema: Wie kann Digitalität auch in Zukunft inklusiv und barrierefrei gestaltet werden?

Sven Bittenbinder, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT für die alternde Gesellschaft unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Claudia Müller, wird über das Forschungsprojekt iDESkmu (www.projekt-ideskmu.de) berichten.

Daneben gibt es noch viele weitere interessante und spannende Vorträge rund um das Thema Inklusion und Barrierefreiheit.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine „offene“ Veranstaltung. Sie können sich also einfach nach Lust und Laune via Zoom (Videokonferenz) dazuschalten.

Die Einwahldaten und weitere ausführliche Informationen finden Sie in der Einladung und Programm Tag der Inklusion 2021.

24. November 2021

Forschende entwickeln hybride IT-Systeme für den Gesundheitsbereich

Digitale Anwendungen im Gesundheitsbereich besser mit den Bedürfnissen der Patienten und Patientinnen abgleichen: Darum geht es in dem von der Universität Siegen geleiteten Begleitforschungsprojekt „CoCre-HIT“, welches durch das Bundesforschungsministerium mit insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro gefördert wird.

Die Abkürzung „CoCre-HIT“ steht für „Co-Creation und nachhaltige Partizipation in der Entwicklung hybrider Gesundheits-IT“. Es geht um zwei besondere Herausforderungen in der Entwicklung von Anwendungen für E-Health und Telemedizin. Zum einen ist aktuell „Partizipation“ beziehungsweise Patient*innen-Beteiligung in der Entwicklung digitaler Produkte ein großer Trend. Schaut man genau hin, wird allerdings häufig deutlich, dass Beteiligungsformate sehr unterschiedlich sind und von einigen wenigen Interviews bis zu tatsächlicher Mitsprachemöglichkeit variieren. Entsprechende Ansätze und Methoden zu systematisieren und aufzubereiten ist ein Teilziel von CoCre-HIT.

Zum anderen stehen sogenannte „hybride“ digitale Systeme im Fokus, welche durch die aktuellen Pandemiebedingungen als vielversprechende Unterstützung von Kommunikation und Koordination im Gesundheitsbereich, aber auch für die Förderung von sozialer Teilhabe und Wohlbefinden für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen – besonders unter Geboten der Kontaktbeschränkung – erscheinen. Hybrid bedeutet in dem Sinne, dass IT-Systeme sowohl persönliche als auch Online-Interaktionen gut unterstützen können sollen.

In den nächsten drei Jahren (2021-2024) wird CoCre-HIT die Entwicklung hybrider Gesundheits-IT in sieben durch das BMBF geförderten Technikentwicklungsprojekten begleiten und die Projekte in der Anwendung co-creativer und partizipativer Methoden unterstützen. Das BMBF fördert CoCre-HIT insgesamt mit knapp 1,5 Millionen Euro, rund 600.000 Euro davon gehen an die Universität Siegen.

Der Startschuss erfolgte Mitte November mit einem Treffen aller Partner*innen, zu welchem Projektleiterin Prof.‘in Claudia Müller (Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik / IT für die alternde Gesellschaft) nach Siegen eingeladen hatte. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation war es erforderlich, kurzfristig zu einem hybriden Treffen überzugehen. Unbeabsichtigt wurde so das erste Projekttreffen ein Testfall für eine erfolgreich umgesetzte Zusammenarbeit in gemischter Form mit Teilnehmenden sowohl vor Ort als auch online.

Prof.’in Claudia Müller: „Ich freue mich, das Thema Gesundheits-IT als Projektleitung mit einer Förderung von über einer halben Million Euro für die Universität Siegen voranzutreiben und damit zu den übergreifenden Initiativen der Universität für den Erhalt und die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden für die Bevölkerung einen wichtigen Beitrag leisten zu können.“

Hintergrund
In CoCre-HIT arbeiten Forschungs- und Umsetzungspartner aus relevanten Bereichen an der Schnittstelle zwischen beteiligungsorientierter Technik-, Gesundheits- und Alternsforschung zusammen:

  • Abt. Wirtschaftsinformatik / IT für die alternde Gesellschaft, Universität Siegen, (Vertr.-) Prof. Dr. Claudia Müller (Leitung)
  • Abt. Medien / Digitale Gesundheit und intelligente Nutzerschnittstellen, Hochschule Düsseldorf (Prof. Dr. Alina Huldtgren)
  • Bayerisches Zentrum Pflege Digital, Kempten (Prof. Dr. Johannes Zacher)
  • Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik, Hochschule Zittau/Görlitz (Prof. Dr. Andreas Hoff)
  • Institut für Gerontologische Versorgungs- und Pflegeforschung, Hochschule Ravensburg-Weingarten (Prof. Dr. Maik H.-J. Winter)
  • SIBIS-Institut für Sozialforschung, Berlin (Dr. Sibylle Meyer)
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik, St. Augustin (Prof. Dr. Stefan Decker)
  • Agentur Hühnergötter, Bonn (Corinna Ruppel)
  • Landeszentrum Gesundheit NRW (Gaby Schütte)
27. Oktober 2021

Stellenausschreibung SHK/WHB für Sammlung, Auswertung und Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse im Projekt iDESkmu

Die Forschungsgruppen „Wirtschaftsinformatik, insb. IT für die alternde Gesellschaft“, Jun.-Prof. Dr. Claudia Müller, und „Wirtschaftsinformatik und neue Medien“, Prof. Dr. Volker Wulf, bieten in Kooperation eine SHK/WHB-Stelle für das Projekt iDESkmu (inklusive DMS / ECMS in KMU, speziell für Blinde und Sehbehinderte; www.projekt-ideskmu.de) an.

Der Arbeitsbereich der Juniorprofessur richtet sich in der Lehre und der Forschung auf informationstechnologisch gestützte Lösungen für die Herausforderungen und Problemlagen des demographischen Wandels. Zielsetzungen richten sich auf den Erhalt und die Erhöhung der sozialen Teilhabe älterer Menschen, deren Mobilität und Selbstständigkeit sowie den Erhalt bzw. die Verbesserung des häuslichen Wohlbefindens und der Gesundheit im höheren Lebensalter.

Der Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik und Neue Medien widmet sich dem nutzerzentrierten, praxisorientierten IT-Mediendesign und der partizipativen Aktionsforschung. Ein Schwerpunkt des Lehrstuhls ist die intensive Zusammenarbeit mit lokalen KMU (Kleine und mittlere Unternehmen). Unabhängig von Marktrepräsentanz und Größe der KMU geht es darum, die Problematik der Unternehmen zu verstehen und gemeinsam mit den Unternehmen und seinen Mitarbeitenden Lösungen zu erarbeiten.

Wir suchen

Für das Projekt iDESkmu suchen wir zur Unterstützung der Forschungsarbeit, Datenerhebung, Analyse und Veröffentlichung, eine

Studentische Hilfskraft (w/m/d) mit 8 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit.

Im Rahmen des Projektes, was bereits seit 2019 läuft, ist es Aufgabe der Universität als Partner in diesem Konsortium, bestehend aus dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. und HAVI Solutions GmbH, die wissenschaftliche Feldarbeit mit partizipativen Methoden und einem sozio-informatischen Ansatz durchzuführen.

Es liegen bereits zahlreiche Ergebnisse vor und auch trotz aktueller Pandemie geht die Feldforschung unter Zuhilfenahme von Online-Werkzeugen weiter.

Ziel ist es, die gesammelten Erkenntnisse strukturiert auszuwerten, zu veröffentlichen und bei Bedarf neue Daten zu sammeln. Hierfür suchen wir Unterstützung.

Ihre Aufgaben

  • Organisation und Durchführung von Feldarbeiten / Studien
  • Auswertung von empirischen Daten
  • Aktive Mitarbeit bei Veröffentlichungen
  • Literaturrecherche
  • Einbringen und Umsetzung eigener Ideen
  • Eigenständiges und verantwortungsvolles Arbeiten

Ihr Profil

  • Eingeschriebene/r Student/in an der Universität Siegen
  • Hohe Nutzerorientierung
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau und gutes Englisch, insbesondere schriftlich
  • Kreativität, Eigeninitiative, selbständiger Arbeitsstil und Zuverlässigkeit
  • Hohes Maß an Teamfähigkeit
  • Kenntnisse partizipativer Methoden und den sozio-informatischen Ansatz der Universität Siegen von Vorteil oder Interesse es zu lernen
  • Erfahrungen im Bereich Barrierefreiheit und im Umgang mit Menschen mit Behinderung wünschenswert, aber keine Voraussetzung

Die Arbeit kann aus dem Home Office erfolgen. Sobald es die Möglichkeiten aber wieder zulassen, sollte aber die Möglichkeit bestehen bei Präsenzterminen anwesend zu sein.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Im Bedarfsfall unterstützen wir eine behinderungsgerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes. Wir möchten den Anteil der Frauen weiter erhöhen und sind deshalb an Bewerbungen von Frauen besonders interessiert.

Kontakt

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung per E-Mail mit aussagekräftigen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse etc.) bis zum 20.11.2021 an

Dr. Fabiano Pinatti

Raum: US-E 114 (Campus Unteres Schloss)
Telefon: 0271 740 – 2002
E-Mail: fabiano.pinatti@uni-siegen.de

Sven Bittenbinder

Raum: US-E 117 (Campus Unteres Schloss)
Telefon: 0271 740 – 4470
E-Mail: sven.bittenbinder@uni-siegen.de

30. November 2020

Startschuss für das „Siegener Bewegungslabor“

ForscherInnen der Universität Siegen arbeiten mit AkteurInnen aus Sport, Stadt und Kreis zusammen, um Bewegungsfreude in der Stadt mit digitalen Anwendungen vor Ort zu fördern.

 

Wie können wir mehr Bewegungsfreude fördern, vor allem in der Stadt? Und wie können digitale Tools dabei helfen – egal ob beim Sport allein oder mit anderen, Zuhause oder draußen? Um diese Fragen rund um Sport und Bewegung im städtischen Raum zu erforschen, arbeiten ExpertInnen der Universität Siegen im Rahmen des „Active City Innovation“-Projekts mit AkteurInnen aus der Praxis zusammen, darunter Tanzschulbesitzer, Initiatoren der „Rudelturnen“-Initiative und KünstlerInnen. Auch mit dabei: TeilnehmerInnen aus den Ämtern Sport, Stadtentwicklung und Digitalisierung der Stadt Siegen, des Kreissportbunds Siegen und des Hochschulsports der Uni Siegen.

„Wir möchten in regelmäßigen Abständen mit allen Beteiligten und weiteren Interessierten kreative Ideen entwickeln, wie Bewegungsfreude in der Stadt mit digitalen Anwendungen vor Ort gefördert werden kann“, erklärte Prof. Dr. Claudia Müller, Juniorprofessorin im Bereich „Wirtschaftsinformatik / IT für die alternde Gesellschaft“. Interessierte Vereine, Tanzstudios und Initiativen, die sich am Siegener Bewegungslabor beteiligen möchten, können sich bei Projektkoordinator David Struzek melden. (mehr …)

30. November 2020

COVID-19 als Brennglas

Claudia Müller 2020

Beim Online-Symposium „COVID-19 als Brennglas“ diskutierten ExpertInnen, was wir aus der Krise zum Thema Altern und Digitalisierung lernen können.

Im November organisierten die SprecherInnen des Fachausschusses „Alter und Technik“ bei der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie das Online-Symposium „COVID-19 als Brennglas. Was wir aus der Krise zum Thema Altern und Digitalisierung lernen können“. Die SprecherInnen Prof. Claudia Müller (Universität Siegen), Prof. Cornelia Kricheldorff (Hochschule Freiburg), PD Dr. Helga Pelizäus (Bundeswehruniversität München) und Prof. Hans-Werner Wahl (Universität Heidelberg) sind zugleich Repräsentanten der Expertenkommission des Achten Altersberichts der Bundesregierung („Ältere Menschen und Digitalisierung“).

250 TeilnehmerInnen aus der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Deutschland nahmen am Symposium teil. Unter anderem diskutierten sie mit Praxisakteuren das Thema „COVID-19- Krise, Technologien und ältere Menschen“. Bis zum 31.12.2020 können auf der Homepage die Beiträge noch angesehen und kommentiert werden.

Im Vordergrund des Symposiums stand, gemeinsam mit Akteuren aus der Wissenschaft und Praxis die Potenziale von digitalen Medien sowie technischen Assistenzsystemen zu besprechen und zusammenzuführen. Mit seinen Einführungsworten wies der Heidelberger Gerontologie-Professor Hans-Werner Wahl auf dringende Handlungsanforderungen hin. So zeige die Pandemie entsprechend einem Brennglas, wie die Teilhabe und Lebensqualität unterminiert werden. Es müssten Wege aufgezeigt werden, wie soziale Bedürfnisse befriedigt und alltägliche Herausforderungen gemeistert werden können. Insbesondere jetzt seien Personen aus allen gesellschaftlichen Bereichen gefragt, sich einzubringen und die Partizipation, das Wohlbefinden und die Selbstständigkeit zu stärken. Ein kompetenter Umgang mit der Krise sei überdies zu etablieren, um Pauschalisierungen und Altersdiskriminierungen entgegenzuwirken.

Es wurde deutlich, dass unterkomplexe Aussagen, wie zum Beispiel, dass Technologien immer schädlich oder hilfreich in der aktuellen Situation seien, schlicht an der Lebensrealität vorbeigehen. Differenzierte Einschätzungen, Empfehlungen und Antworten seien gefragt, die Bewältigungsstrategien an die Hand geben und das gesellschaftliche Miteinander stärken, so Prof.  Claudia Müller von der Universität Siegen.

In Bezug auf Technologien ließ sich zeigen, dass ihr Ertrag ausbleibt, wenn sie nicht in den Alltag integriert werden können. Um der komplexen und widersprüchlichen Realität gerecht zu werden, wurden deswegen Sichtweisen von Angehörigen und Pflegenden einbezogen, die berechtigen Ansprüche und Kompetenzen der Professionellen berücksichtigt sowie die materiellen Begrenzungen und Möglichkeiten von digitalen Infrastrukturen erschlossen.

Der Ertrag des Symposiums war, dass die beiden Welten der Wissenschaft und der Praxis zusammengebracht und gemeinsame Stränge entdeckt wurden, um das Thema Alter und Technik voranzubringen. Die Chance für Veränderungen liegt jetzt griffbereit, was auch der im August erschienene Achte Altersbericht der Bundesregierung zeigt.

Die Veranstaltung auf YouTube   

Kontakt
Prof. Dr. Claudia Müller
Claudia.Mueller@uni-siegen.de

27. November 2020

Qualität steigern – qualitativ forschen

Benutzerzentrierte und partizipative Designmethoden sind heute in der modernen HCI-Forschung und benutzerzentrierten Entwicklung unverzichtbar geworden. Der Einsatz solcher Methoden hilft uns, realistische Einblicke in aktuelle Praktiken zu gewinnen, nachhaltige Konzepte und Lösungen gemeinsam zu entwickeln und zu verstehen, wie digitale Werkzeuge nachhaltiger eingesetzt werden können.

Aus diesem Grund organisiert der Lehrstuhl für Informationssysteme, insbesondere IT für die alternde Gesellschaft, am Mittwoch, den 2. Dezember 2020 von 14 – 16 Uhr eine Einführung in das Thema qualitative Forschung.
Wir laden Sie herzlich dazu sein!

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und erfolgt via Zoom.
Verwenden Sie den folgenden Link am Mittwoch, den 2. Dezember 2020:
uni-siegen.zoom.us/j/95282715561?pwd=bzlsY21QQWdUdEtWK1VYbTRYMnhCUT09

Nicht nur Studierende der Universität Siegen sind willkommen, sondern alle, die sich für qualitative Forschung im Bereich User Centered Design interessieren.

Sehr gerne können Sie diese Einladung auch an andere Interessierte weiterleiten. Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen!

15. November 2020

Design-Workshop zur Förderung von Entwicklung und Test von barrierefreier Software

Im Projekt iDESkmu (inklusive Dokumentenmanagementsysteme und Enterprise Content Management Systeme in mittelständischen Unternehmen; Webseite www.projekt-ideskmu.de) möchten wir die Verfügbarkeit von barrierefreier Software fördern und für deren Notwendigkeit sensibilisieren.

Ein wichtiger Meilenstein für dieses Ziel ist es, die Kreation und Prüfung von barrierefreier Software auch für Menschen ohne Expertenwissen so einfach wie möglich zu gestalten. Zu diesem Zweck hat die Universität Siegen gemeinsam mit den Projektpartner*innen im Oktober einen Design-Workshop ausgerichtet und zusammen mit den zukünftigen Zielgruppen darüber diskutiert, was nötig ist, um Prüfungen auf Barrierefreiheit einfach zu gestalten. (mehr …)

28. Oktober 2020

Meet & Greet zum Wintersemester 2020/21: Wer wir sind welche Lehrangebote wir anbieten

Herzlich willkommen zum neuen Semester an der Universität Siegen!

Letzte Woche beim Meet & Greet haben sich unsere Kollegen und wir, die Forschungsgruppe „Wirtschaftsinformatik, insb. IT für die alternde Gesellschaft“ vorgestellt. Dabei haben wir nicht nur über uns, sondern auch über unsere Projekte und die angebotene Lehre gesprochen.

Wie von euch gewünscht, stellen wir euch die Präsentation und die darin enthaltenen Infos gerne hier zur Verfügung

9. Oktober 2020

Einladung zum Design-Workshop für Accessibility Prüf-Tool

Die Entwicklung von selbst anwendbaren und leicht verständlichen Prüfkriterien ist ein wichtiger Meilenstein bei der Sensibilisierung für barrierefreie Software. Das Projekt iDESkmu (inklusive Dokumentenmanagementsysteme und Enterprise Content Management Systeme in mittelständischen Unternehmen) verfolgt u. a. das Ziel der Gestaltung und Entwicklung eines Prüf-Tools auf barrierefreie Software und leichte Zugänglichkeit zu Prüf-Kriterien und -Katalogen.

Um festzulegen, welche Anforderungen an die Praxis ein solches Prüf-Tool haben muss, suchen wir Repräsentanten (Co-Forschende) aus unterschiedlichen Akteursgruppen, um im Rahmen eines Design-Workshops gemeinsam Anforderungen, Funktionsweise und „Aussehen“ des Prüf-Tools zu definieren. Wir suchen Unternehmen, Arbeitnehmende und Entwickelnde nicht nur aus dem DMS/ECMS-Bereich sowie Fachleute für Barrierefreiheit. (mehr …)

1. Oktober 2020

Sensibilisierung und barrierefreie Software-Entwicklung in der Praxis

Die Universität Siegen forscht mit den Lehrstühlen „Wirtschaftsinformatik / IT für die alternde Gesellschaft“ sowie „Wirtschaftsinformatik und Neue Medien“ im Projekt iDESkmu zu verschiedenen Fragestellungen im Bereich der Barrierefreiheit.

Das Konsortium von iDESkmu besteht zudem aus dem BSV Hamburg e.V., HAVI Solutions GmbH & Co. KG und weiteren Experten aus dem Bereich Barrierefreiheit.

Im vorliegenden Projekt geht es dabei unter anderem um die Sensibilisierung von Unternehmen, welche Vorteile die Entwicklung und der Einsatz von barrierefreier Software bringen und wie konkret Unternehmen, Entwickelnde und Beschäftige, mit und ohne (Seh-) Behinderung, von barrierefreier Software profitieren.

Die Universität Siegen sucht für dieses Projekt in der Region und deutschlandweit Co-Forschende, die das Projekt mit der Möglichkeit unterstützen, bei und mit ihnen zu forschen, sich Arbeitspraktiken anschauen zu können und Interviews zu führen, bis hin zu engem und kontinuierlichem Austausch und selbstständiger Forschungsarbeit.

Zu den Themen Sensibilisierung und Tests von Software auf Barrierefreiheit wird das Konsortium von einem Unternehmen aus der Region unterstützt: bitfarm Archiv GmbH

Zusammen mit Heino Schneider, Geschäftsführer von bitfarm, hat das Projektteam bereits Feldforschung bei und mit dem Unternehmen durchführen können, dessen Analyse wertvolle Erkenntnisse für das Projekt und den weiteren Verlauf geliefert hat. Dafür vielen Dank!

Es ist erfreulich zu sehen, dass hier es hier in der Region bereits Unternehmen gibt, die sich um das Thema Barrierefreiheit Gedanken gemacht haben oder jetzt machen werden.

Wenn Sie mehr wissen möchten oder uns auch sehr gerne beim Projekt unterstützen möchten, zögern Sie nicht uns kontaktieren.

Dr. Fabiano Pinatti     Sven Bittenbinder
Raum: US-E 114 (Campus Unteres Schloss)     Raum: US-E 117 (Campus Unteres Schloss)
Telefon: 0271 740 – 2002     Telefon: 0271 740 – 4470
E-Mail: fabiano.pinatti(at)uni-siegen.de     E-Mail: sven.bittenbinder(at)uni-siegen.de

 

 

Hier einige Einblicke in den Feldversuch:

 

Die Accessibility-Experten bei der Arbeit
Ein Accessibility-Prüfer sitzt vor der zu prüfenden Anwendung.
Mit den beiden anderen Prüfern werde Ergebnisse diskutiert und bewertet.
Die Anwendung wird unter die Lupe genommen
Die Anwendung wird vergrößert dargestellt und so jedes einzelne Element geprüft.
 
Jeder Prüfschritt und dessen Ergebnis wird dokumentiert
Einer der Prüfer*innen hält jedes Ergebnis im Prüf-Report am Laptop fest