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Willkommen auf der Webseite der Juniorprofessur Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT für die Alternde Gesellschaft!

ITalG Kommunikations-Workshop 2020-03-06 Siegen_geschnitten
Die wissenschaftlichen Mitarbeiter rund um Jun.-Prof. Claudia Müller: (v.l.) Martin Dickel, David Struzek, Katka Cerna, Prof. Claudia Müller, Richard Paluch, Sven Bittenbinder.

Der Arbeitsbereich der Juniorprofessur richtet sich in der Lehre und der Forschung auf informationstechnologisch gestützte Lösungen für die Herausforderungen und Problemlagen des demographischen Wandels. Zielsetzungen richten sich auf den Erhalt und die Erhöhung der sozialen Teilhabe älterer Menschen, deren Mobilität und Selbstständigkeit sowie den Erhalt bzw. die Verbesserung des häuslichen Wohlbefindens und der Gesundheit im höheren Lebensalter.

„Alternde Gesellschaft“ weist darüber hinaus auf intergenerationelle Konzepte eines guten Lebens und die Vielfältigkeit von individuellen Bedürfnissen und Wünschen, um ein Leben in sozialer Teilhabe führen zu können. Dazu gehört auch, eine geschlechtsspezifische Sichtweise auf die Aneignung und Nutzung neuer Medien einzunehmen. Da neuen Technologien ein hohes Innnovationspotential für die zukünftige Versorgung im häuslichen Bereich sowie im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung zugesprochen wird, ist ein fundiertes Verständnis von Alltags- und Lebensweltkontexten von älteren Frauen und Männern und Aneignungs- und Nutzungspotentialen moderner Medien unabdingbar.

In Zugangsweisen von älteren Menschen zu neuen Medien zeigt sich der „digital divide“ oft als „gender divide“, der häufig Frauen im Zugang zu neuen Medien als Unterstützungsformen für Selbständigkeit, Selbstbestimmtheit und soziale Teilhabe ausgrenzt aufgrund geschlechtsspezifischer Rollen- und Habitualisierungsmuster. Neben den älteren Anwenderinnen von Technik spielen auch jene Personen eine wesentliche Rolle, die den Zugangsweg zu neuen Medien bereiten oder aber auch verhindern in der Rolle von Arbeitnehmerinnen, Beraterinnen, Pflegerinnen, Freiwilligendiensten etc. im Bereich der Altenarbeit.
Die Juniorprofessur umfasst in ihrer Arbeit daher auch diese bisher in der Forschung und Technikentwicklung allgemein stark unterrepräsentierten bzw. bisher nicht reflektierte Diversity-Aspekte in der Technikaneignung und -nutzung von älteren Kohortengruppen ab dem Alter 50+ und deren Bezugspersonen. Es geht darum, diese systematisch zu erheben und dieses Wissen aktiv in Technikentwicklungsprojekte und Produktgestaltung einzubringen.

Die Juniorprofessur stützt sich auf Forschungserkenntnisse, Vorgehensweisen und Methoden des nutzerorientierten IT-Designs, die seit vielen Jahren erfolgreich im Umfeld des Lehrstuhls Wirtschaftsinformatik und Neue Medien sowie der Professuren CSCW und HCI etabliert sind und zielt darauf ab, diese für die drängenden Fragestellungen der Alternden Gesellschaft zu bündeln. Einen Einblick in bisherige Forschungsfelder bietet die Seite www.inclusive-ageing.com.


Das Spektrum der Forschungsmethoden orientiert sich an qualitativ-empirischen und partizipativen Zugängen zu den Lebens- und Arbeitswelten der zukünftigen Nutzergruppen. Die Juniorprofessur versteht sich als Partner in der Initiative der „Praxlabs“, die eine beteiligungsorientierte Technikforschung und –Gestaltung verfolgt.